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Klangschichten

Atem - Klang - Stimme

Musik schafft Lebensfreude

Dieser Workshop ist in zwei Einheiten geteilt und beinhaltet jeweils 8 Unterrichtsstunden. Diese können sowohl einzeln als auch kompakt gebucht werden. Siehe hierzu: Anmeldung

Teil 1:

„Singen ist Medizin - komm und sing!“ - Kennenlernen des heilsamen Singens
Früher wurde einfach gesungen! Deshalb ist das Singen eine gute Methode, um alte - insbesondere demenzerkrankte - Menschen zu aktiveren sowie ihre Lebensfreude und Erinnerungen zu wecken.

Singen wirkt sich erhaltend und fördernd auf die Psyche, die Atmung, die Stimme, das vegetative Nervensystem und die Motorik aus. Es ist ein wichtiges Kommunikationsmittel und vermittelt Geborgenheit und eine Gruppenzugehörigkeit.

Die Teilnehmer erwartet ein „stimm“-ungsvoller Tag. Die Stimme ist das Musikinstrument, das uns immer zur Verfügung steht und welches jeder, der sprechen kann, auch spielen kann. Wolfgang Bossinger, Begründer der Singenden Krankenhäuser sagt: „Es gibt keine falschen Töne, nur Variationen“ und meint damit, dass wir uns und unserer Stimme trauen dürfen.

Deshalb setzen sich die TN an diesem Tag sehr intensiv mit ihrer eigenen Stimme auseinander. Sie bekommen handwerkliche Fähigkeiten vermittelt wie z.B. Stimmbildung und Stimmhygiene sowie Bewegungs- und Begegnungsformen. Ein weiterer Baustein dieses Tages ist die Vermittlung theoretischer und methodischer Ansätze, wie Singen bei Krankheiten eingesetzt werden kann. Selbsterfahrungen, wie Singen die sozialemotionalen Kompetenzen fördern kann, runden den Tag ab.

 

Teil 2

Gerade bei Menschen, die das Bett nicht mehr verlassen können, geht es darum, durch Wahrnehmungsförderung, Freude, Erinnerungen und emotionale Aktivierung die Lebensqualität zu erhöhen. In praktischen Übungen lernen die TN verschiedene Methoden kennen, um diesen Menschen achtsam zu begegnen. Hierzu gehören u.a.

·   Klanginstrumente
Die TN lernen unterschiedliche Klanginstrumente, wie z.B. Klangschalen, Körpertambura, Monochord, Koshis, Oceandrum kennen und setzen sich mit den unterschiedlichen Wirkungsweisen auseinander.  
Hier geht es darum, die unterschiedlichen Wirkungsweisen kennenzulernen und eigene Klangerfahrungen zu sammeln.

·   Atembegleitung
Mit sanften körperlichen Berührungen, welche beruhigend und angstlösend wirken, wird der Atem des Gegenübers begleitet. Dabei ist die bewusste Wahrnehmung des eigenen Atems wesentlich und Grundlage dieser Arbeit. In Partnerübungen werden erste atemerleichternde Berührungen gelernt.

·   Imaginationen
Alte Menschen verfügen über einen großen Schatz von inneren Bildern. Das Bergen dieses Schatzes an positiven Erlebnissen kann zur emotionalen Stabilisierung genutzt werden. Auch hier helfen Übungen, um diese Imaginationen im Alltag einfließen zu lassen.

Klänge, Gesang und achtsame Begegnung vermitteln Geborgenheit und wirken sich positiv auf die Psyche sowie auf das vegetative Nervensystem aus.